À JOUR VORTRAGSREIHE
ZU DEN FRANKFURTER POSITIONEN 2015
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG
15.10.2014 – 14.01.2015

Projektpartner

Projektpartner

Institut für Sozialforschung
an der Johann Wolfgang Goethe-Universität (IfS)

Das 1923 mit finanziellen Mitteln des jungen Nationalökonomen Felix Weil gegründete Institut für Sozialforschung begreift sich als Ort kritischer Gesellschaftstheorie. Anfänglich als ein Institut geplant, das der Theorie und Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung einen institutionellen Rahmen bieten sollte, durchlief die inhaltliche Ausrichtung seines Forschungsprogramms nach 1930 einen tiefgreifenden Wandel hin zu einem Programm, das später »Kritische Theorie der Frankfurter Schule« heißen sollte. Um den neuen Direktor Max Horkheimer versammelte sich ein großer Kreis von Intellektuellen, dem unter anderen Friedrich Pollock, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Erich Fromm, Otto Kirchheimer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse und Franz Neumann angehörten. Im Frühjahr 1933 wurde das Institut wegen »staatsfeindlicher Bestrebungen« aufgelöst. Es gelang, seinen Sitz an die Columbia Universität in New York zu verlegen und die Arbeit im Exil fortzusetzen.

Als im Herbst 1946 die Stadt Frankfurt, das Land Hessen und die Universität den nachdrücklichen Wunsch aussprachen, die Gesellschaft für Sozialforschung nach Frankfurt zurückzuholen, stimmte Horkheimer der Rückkehr trotz erheblicher Bedenken zu. 1950 wurde das Institut für Sozialforschung von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Friedrich Pollock als private Stiftung mit öffentlichen Mitteln neu begründet. Sein Grundhaushalt wird seither durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt gesichert; die Forschungstätigkeit dagegen muss vollständig durch Drittmittel finanziert werden.

In der wechselvollen Geschichte des Instituts kam es immer wieder zu inhaltlichen und theoretischen Neubestimmungen. Mit der Ernennung von Axel Honneth zum Direktor im Jahr 2001 knüpft das Institut insofern an seine Anfangszeiten an, als mit ihm die Leitung wieder bei einem Philosophen liegt, der das starke Interesse verfolgt, sozialwissenschaftliche Untersuchungen mit sozialphilosophischen Fragestellungen zu verknüpfen und damit die normative Dimension einer kritischen Sozialforschung zurückzugewinnen. Ziel der gegenwärtigen Institutsarbeit ist es, die empirischen und theoretischen Forschungsprojekte im übergreifenden Rahmenprogramm »Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung« zu bündeln und zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Strukturwandels beizutragen.

www.ifs.uni-frankfurt.de

 

Die BHF-BANK-Stiftung – Neue Wege, neue Sichtweisen

Soziale Phantasie zu entfalten und zu fördern, ist das Anliegen der 1999 gegründeten BHF-BANK-Stiftung. Ihr Engagement konzentriert sich auf zwei Felder: soziale und wissenschaftliche Projekte mit sozialpolitischem Hintergrund einerseits und die Förderung der zeitgenössischen Künste und des künstlerischen Nachwuchses andererseits. Wir unterstützen unsere Partner nicht nur finanziell, sondern sind oftmals auch Ideengeber. Wir ermutigen zu Vorhaben, die jenseits der ausgetretenen Pfade den Versuch machen, auch mit unkonventionellen Ideen an alten und neuen Problemen und Themen zu arbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass Räume, in denen Neues erprobt und kreatives Potential erschlossen werden kann, unabdingbar für das gesellschaftliche Leben sind.

www.bhf-bank-stiftung.de